
Länderschwerpunkt Nordeuropa
Länderschwerpunkt
Was zeichnet Filme aus Nordeuropa aus? Vielleicht dies: Sie sind immer ganz nahe an den Menschen. Sie weichen den großen Fragen nicht aus: Wer bin ich? Woher komme ich? Sie interessieren sich für das Leben in seine Glücksmomenten ebenso wie in seiner Tragik und in seinen Widersprüchen. Sie haben eine eigene künstlerische Handschrift entwickelt und beziehen die atemberaubende Weite der nordischen Landschaften kreativ mit ein. Und man kann eigentlich immer großartige Darsteller:innen erleben – darunter Trine Dyrholm, Renate Reinsve, Mads Mikkelsen oder Stellan Skarsgård, die zu internationalen Stars geworden sind.
Zu Nordeuropa zählen neben den drei skandinavischen Staaten Dänemark (mit Färöer), Schweden und Norwegen auch Island und Finnland – alles Länder mit reicher und anerkannter Filmtradition. Bei unserem Länderschwerpunkt konzentrieren wir uns bewusst auf Werke jüngerer Filmemacher:innen, denn auch das ist ein Kennzeichen des nordeuropäischen Kinos: Der Nachwuchs hat hier immer eine Chance.
Die inhaltliche Spannweite reicht vom Burnout-Drama einer jungen Musikerin Low Expectations mit „girl in red“ Marie Ulven bis zur aktionsreichen Ensemblekomödie The Dance Club, vom Ringen um die eigene Identität und die Zukunft eines fabelhaften Fischrestaurants in Island Odd Fish bis zu den verrückten Abenteuern zweier bierbrauender Schwestern in der finnischen Provinz 100 Liter Gold. Zwei ebenso eindringliche wie poetische Dokumentationen beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Klimawandels im Norden: Time and Water und Frost ohne Schnee und Eis.
Ein besonderer Fokus liegt auf der aufstrebenden Filmkultur der indigenen Sámi, die traditionell im höchsten Norden leben. Mit dem auf der Berlinale uraufgeführten musikalischen Drama Árru und der gelungenen Komödie My Father’s Daughter sind zwei der besten neuen samischen Filme im Programm.
Und bei der Festival-Eröffnung am 20.11. gibt es die seltene Gelegenheit, einen Film von den Färöer zu sehen: Regisseur Sakaris Stórá wird sein Debut The Last Paradise on Earth persönlich in Göttingen vorstellen.
Wir freuen uns über Unterstützung und enge Zusammenarbeit mit dem Skandinavischen Seminar der Universität und laden ein zu einer spannenden filmischen Reise in Europas Norden. Wir versprechen: Es lohnt sich!
Alle Filme aus dem Länderschwerpunkt Nordeuropa
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The Last Paradise on Earth
Freitag, 20. November // 19.30 Uhr // Lumière
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Árru
Samstag, 21. November // 19.30 Uhr // Lumière
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100 Liter Gold
Samstag, 21. November // 22.00 Uhr // Lumière
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Low Expectations
Sonntag, 22. November // 17.30 Uhr // Lumière
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Neuanfang
Montag, 23. November // 17.30 Uhr // Méliès
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Odd Fish
Montag, 23. November // 20.00 Uhr // Méliès







