Autor: Telke Reeck

  • Chuck Chuck Baby

    Chuck Chuck Baby

    Helen ist Ende 30 und Single. Tagsüber pflegt sie die Mutter ihres Exmannes, nachts verdient sie Geld als Packerin in einer Hühnchenfabrik. Helens trister Alltag wird aufgewirbelt, als plötzlich die lange verschollene Joanne wieder auftaucht, ihr geheimer Schwarm aus Jugendtagen. Und auf einen Schlag ist Helens alte Lebensfreude wieder da! Doch dann wird Joanna von ihrer Vergangenheit eingeholt – und Helen von ihrer Gegenwart. Die beiden Frauen sind entschlossen, für ihre Liebe zu kämpfen, zu singen und zu tanzen!
    Mit Working-Class-Charme und ganz viel Zuneigung für die Figuren erzählt Janis Pugh eine Geschichte über Liebe, weibliche Selbstermächtigung und die Kraft der Gemeinschaft. Zu einem hinreißenden Soundtrack von u.a. Neil Diamond und Minnie Riperton fliegen nicht nur die Hühnerfedern durch die Luft, sondern auch die ganz großen Gefühle.

  • Street Boy

    Street Boy

    Ohne Dach über dem Kopf ist das Leben in London jeden Tag ein Kampf. Davon kann der drogenabhängige Mike ein Liedchen singen. Nach einem Knastaufenthalt will Mike endlich sein Leben in den Griff bekommen. Er verzichtet auf Drogenkonsum und ergattert sogar einen Job als Koch. Als er die Aussteigerin Andrea kennenlernt, scheint sich sein Leben in die richtige Richtung zu entwickeln. Doch ständig droht der nächste Rückfall.
    Hauptdarsteller Frank Dillane spielt diesen Mike als charismatischen Lebenskünstler, hinter dessen cooler Fassade sich eine unsichere und verletzliche Seite offenbart. Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor folgt der Film seinem Protagonisten durch die täglichen Abgründe. Das Regiedebüt von Hollywood-Star Harris Dickinson („Triangle of Sadness“, „Babygirl“), erregte beim Festival von Cannes einiges Aufsehen und wurde mit dem FIPRESCI-Kritikerpreis ausgezeichnet.

  • Midas Man

    Midas Man

    Liverpool 1961: Der junge Brian Epstein leitet einen Plattenladen. Nachdem er von der lokalen Band The Beatles gehört hat, besucht er einen Auftritt im Cavern Club und ist beeindruckt von der Wirkung der vier jungen Musiker. Ohne Erfahrung im Musikmanagement bietet er der Band an, ihr Manager zu werden, und kämpft darum, ihnen einen Plattenvertrag zu sichern. Als es ihm schließlich gelingt, George Martin von Parlophone Records zu überzeugen, die Beatles unter Vertrag zu nehmen, nimmt die wohl größte Karriere der Musikgeschichte ihren Lauf …
    Brian Epstein, der legendären Manager, wurde oft als „fünfter Beatle“ bezeichnet. Dieser mitreißende Film beleuchtet Epsteins entscheidende Rolle beim Aufstieg der Band, sein spannungsvolles Verhältnis zu den vier temperamentvollen Beatles, sowie seine persönlichen Herausforderungen als jüdischer und homosexueller Mann im konservativen Großbritannien der 1960er Jahre.

  • Hard Truths

    Hard Truths

    Pansy ist nicht glücklich. Nicht mit ihrer Ehe, in der sie seit vielen Jahren gefangen ist. Nicht mit ihrem Sohn, der in den Tag hineinlebt. Immer wieder streitet sie sich, auch mit Wildfremden, oft ohne Anlass. Ihre Schwester Chantelle ist da das komplette Gegenteil. Sie führt einen erfolgreichen Hair-Salon, lacht viel und ist auch privat um Harmonie
    bemüht. Am Muttertag organisiert Chantelle ein Essen für die ganze Familie. Ob das wirklich eine gute Idee ist?
    Der neue Film von Meisterregisseur Mike Leigh ist eine scharfzüngige Tragikomödie über eine Frau, die verzweifelt ihren Platz im Leben sucht.

    „Marianne Jean-Baptiste spielt diese Pansy sehr überzeugend, und die Schimpftiraden ihrer Figur haben großen Unterhaltungswert. Eine der titelgebenden harten Wahrheiten ist wohl die, dass es im Leben oft keine simplen Antworten auf das Verhalten von Menschen gibt.“ (Outnow)

  • I Am Martin Parr

    I Am Martin Parr

    Auf den Spuren eines außergewöhnlichen Chronisten: Seit den 1970ern hält der englische Fotograf Martin Parr das Leben der Arbeiterklasse in Bildern fest, die zu einem Spiegel der Gesellschaft werden. Seine Bilder wirken oft absurd und humorvoll, seine fotografischen Kommentare zur Konsumgesellschaft provozieren seit jeher Debatten. Mittlerweile zählt er zu den bekanntesten Fotografen der Gegenwart.

    Regisseur Lee Shulman durfte Martin Parr monatelang mit der Filmkamera begleiten. Der mittlerweile 73jährige zockelt gerne wachen Auges mit seinem Rollator durch ein englisches Seebad, kommt mit Leuten ins Gespräch und schon ist das nächste Fotomotiv im Kasten. Interviews mit Wegbegleitern und Kollegen zeichnen ein dynamisches, intimes und sehr unterhaltsames Porträt, das auch viel über das Großbritannien von heute verrät.

  • Mr Burton

    Mr Burton

    Mr Burton? Wem da gleich der große Schauspieler Richard Burton einfällt, liegt sicher richtig. Aber Burton hieß eigentlich ganz anders und nahm seinen späteren Nachnamen von seinem schulischen Mentor an. Der Film erzählt diese wahre Geschichte:

    1942 ist Philip Burton Schullehrer in der kleinen walisischen Stadt Port Talbot. Der etwas verschrobene, aber theaterbegeisterte Lehrer entdeckt, dass einer seiner Schüler, der
    halbwüchsige Richard Jenkins, davon träumt, Schauspieler zu werden. Doch Richard leidet unter seinem trunksüchtigen Vater, den Kriegsumständen und seiner eigenen Disziplinlosigkeit. Das ändert sich langsam, als sein Lehrer ihn unter seine Fittiche nimmt und ihn einem strengen Training unterzieht. Während die Schauspielwelt in Richards Reichweite kommt, hat er immer wieder mit der Last seiner Herkunft zu kämpfen.

  • Christy

    Christy

    Der 17jährige Christy fühlt sich anfangs ungewollt und verloren. Seine Pflegefamilie hat ihn rausgeworfen, nun kommt er in Cork bei seinem entfremdeten Halbbruder Shane und dessen Frau Stacey unter. Die Bedingungen könnten besser sein, zuhause wie im Wohnviertel, wo Jobs rar sind, ständig geflucht wird und selbst Kindern der Stinkefinger in die Höhe schnellt. Doch Christy beginnt, sich wieder zu Hause zu fühlen, lässt sich auf die Menschen vor Ort ein und findet Freunde. Er entdeckt, dass er ein Talent zum Haareschneiden hat, womit man sogar was verdienen kann. Nur das Verhältnis zu seinem Bruder bleibt gespannt …
    Eine echte Entdeckung von der diesjährigen Berlinale: Brendan Cantys Filmdebüt erzählt in bester realistischer Tradition von einer Community, hinter deren rauer Fassade sich
    unvermutete Herzlichkeit verbirgt. Und davon, wie Gemeinschaft und Solidarität den Einzelnen stark machen können.

  • Richtung Sonnenaufgang

    Richtung Sonnenaufgang

    Ende der 1970er Jahre: Vor fünf Jahren sind Joe und Kate aus London in die ländliche irische Gemeinde gezogen, in der er aufwuchs. Beide haben sich nach einem entschleunigten Leben gesehnt, fernab der Hektik der Großstadt. Joe ist Schriftsteller, Kate Fotografin, Künstlerin und Mitinhaberin einer Londoner Galerie. Weil die meisten jungen Menschen das Dorf verlassen haben, um anderswo zu arbeiten, sind die übrig gebliebenen Einwohner nur noch einige ältere, und zuweilen recht schrullige Persönlichkeiten. Auch wenn scheinbar alles seinen geregelten Gang geht, wäre es ein Irrtum zu glauben, dass in diesem idyllischen Dorf nichts passiert…
    Basierend auf dem preisgekrönten Roman von John Mc Gahern entwirft Regisseur Pat Collins ein berührendes Bild einer abgeschiedenen Gemeinschaft.

    „Eine lebendige Beschwörung der Natur, der Menschlichkeit und des Lebens“
    (The Irish Times).

    Ein Film, der sein Publikum verzaubert.

  • Vergossene Milch

    Vergossene Milch

    Dublin in den 1980er Jahren: Die Familie O’Brien lebt im Norden der Stadt in einer Hochhaussiedlung. Vater John schuftet in einem schlecht bezahlten Job, Mutter Maura versucht die Familie zusammenzuhalten, der älteste Sohn Oisin lässt sich auf gefährliche Deals mit einer lokalen Drogengang ein. Und dann ist da noch der aufgeweckte elfjährige
    Bobby, der davon träumt, nach dem Vorbild von Kojak ein großer Detektiv zu werden. Mit Schulfreundin Nell betreibt er eine eigene Detektei, die seine Nachbarschaft auf Trab hält. Als eines Tages sein älterer Bruder nicht mehr nach Hause kommt, machen sich Bobby und Nell auf die Suche …
    Brian Durnins Debutfilm erzählt mitreißend von kindlicher Unschuld, sozialen Missständen und gemeinschaftlicher Widerstandskraft. Bobby und Nell spielen sich von Anfang an in die Herzen der Zuschauer. Publikumspreis beim Glasgow Film Festival!

  • Timestalker

    Timestalker

    Zwischen Lust, Frust und Empowerment: Die romantische Horror-Komödie unternimmt eine aberwitzige Zeitreise durch die Jahrhunderte, auf der eine Frau das ewig gleiche Dilemma erlebt: Agnes verliebt sich immer wieder in den falschen Mann. Das ist auch der Grund, warum sie immer wieder bizarre Tode stirbt, um ein Jahrhundert später wiedergeboren zu werden. Womit der leidige Zyklus von Neuem beginnt. Offenbar ist Agnes in Liebesdingen einfach eine Loserin und hat anscheinend über all die Jahrhunderte nichts dazugelernt. Was muss passieren, damit sie doch ihr Happy End bekommt?

    „Deftiger Humor, kitschige Kostüme und bissige Dialoge: Alice Lowes (Regie, Drehbuch und Hauptrolle) feministische Fantasy-Historien-Comedy funktioniert unter dem Strich ziemlich gut“. (Kulturblog.de)

  • Arthur’s Whisky

    Arthur’s Whisky

    Cheltenham Film Festival presents / Deutschlandpremiere

    Die frisch verwitwete Joan macht eine umwerfende Entdeckung: ihr verstorbener Mann Arthur hat einen sehr speziellenWhisky gebraut, der ein Verjüngungselixier enthält, auch wenn der Effekt nur sechs Stunden andauert. Joan und ihre Freundinnen Linda und Susan testen das sofort aus. Zurückverwandelt in Teenagerinnen, machen die drei ihr Städtchen unsicher, merken aber bald, dass es gar nicht so einfach ist, in der modernen Welt jung zu sein. Beim Wechsel zwischen alt und jung erlebt das Damen-Trio noch so manche Überraschung, inklusive einem denkwürdigen Trip nach Las Vegas …

    Eine gutgelaunte, charmante Komödie mit magischemTouch und drei großartigen Darstellerinnen. Nebenbei geht es auch um Themen wie Älterwerden, Identitätssuche und das, was wirklich zählt im Leben. Arthur’s Whisky erhielt 2024 den National Film Award als Best Comedy und wurde zu Diane Keatons letztem Film.