Autor: Telke Reeck

  • Young Mothers

    Young Mothers

    Fünf junge Frauen – Jessica, Perla, Julie, Naïma und Ariane – leben gemeinsam in einem Heim für alleinerziehende Mütter. Jede von ihnen hat eine schwierige Vergangenheit,
    geprägt von Armut, familiären Konflikten und gesellschaftlichen Hürden. Doch trotz der herausfordernden Umstände teilen sie einen gemeinsamen Traum: Sie wollen ihren Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen äußere Widerstände, sondern auch mit persönlichen Dämonen – und der Frage, wie sie als junge Mütter in einer oft gnadenlosen Gesellschaft bestehen können.
    Vielfach ausgezeichnet wurden die belgischen Brüder Jean- Pierre und Luc Dardenne für Sozialdramen wie Rosetta und Das Kind, bei denen eine, manchmal zwei Personen im Mittelpunkt standen. Ihr 13. gemeinsamer Film ist nun erstmals ein Gruppenportrait und der vielleicht optimistischste Film in der langen Karriere der Brüder.

  • Kopf oder Zahl?

    Kopf oder Zahl?

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kommt Buffalo Bills Wild West Show nach Italien, um dort den Mythos des amerikanischen Westens zu verbreiten. Die Geschichten um Outlaws und Freiheitsdrang beflügeln auch die Fantasie von Rosa, der jungen Frau eines mächtigen und gewalttätigen Landbesitzers. Nach einem Rodeo-Wettbewerb zwischen amerikanischen Cowboys und italienischen Butteri beschließt Rosa, der Gefangenschaft ihrer Ehe ein Ende zu bereiten. Gemeinsam mit Santino, einem wagemutigen lokalen Reiter, der die Amerikaner besiegt hat, flieht sie durch Italien. Doch in einer Welt, in der Gerechtigkeit an den Meistbietenden verkauft wird, schließen sich Buffalo Bill und andere der Jagd nach dem Kopfgeld auf Santino an. Rosas Traum von Freiheit kollidiert schnell mit der Last der Realität – und wie in jeder guten Westernballade wirft das Schicksal eine Münze.
    Eine auf analogem Film gedrehte, liebevolle Hommage an den Italowestern.

  • My Uncle Jens

    My Uncle Jens

    Der junge Literaturdozent Akam führt ein beschauliches Leben in Oslo, bis überraschend sein entfremdeter Onkel aus dem iranischen Teil Kurdistans zu Besuch kommt. Trotz der beengten Verhältnisse in seiner Wohngemeinschaft fühlt sich Akam verpflichtet, seinen Onkel für ein paar Tage bei sich aufzunehmen. Aus diversen Missverständnissen entwickelt sich eine Culture-Clash-Komödie, welche die Eigenheiten der jeweiligen Lebenswelten beleuchtet. Doch langsam wird klar, dass sich Akams Onkel nicht nur schnell in der Wohnung einrichtet, sondern auch keine Anstalten macht, in absehbarer Zeit wieder abzureisen.
    Akam ist hin- und hergerissen zwischen seinem familiären Pflichtgefühl und der wachsenden Spannung in der Wohnung und beginnt zu vermuten, dass hinter dem Besuch seines Onkels mehr steckt als nur ein spontaner Kurzurlaub. Er macht sich auf die Spuren der wahren Gründe für den Besuch und steht plötzlich vor tiefgreifenden moralischen Entscheidungen.

  • The Incredible Snow Woman

    The Incredible Snow Woman

    Eine Expedition in die Arktis, übernachten auf einer Eisscholle, oder der Todeskampf mit einem Bären sind alltägliche Beschäftigungen für Coline Morel, einer eigenwilligen Abenteurerin und Expertin für die Polarregionen. Sozial akzeptiertes Verhalten in der Provinz gehört jedoch nicht dazu, wie ihr Heimatdorf im Jura feststellt, als sie eines Tages unangekündigt dort auftaucht, um ihre beiden Brüder Basile und Lolo zu besuchen, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. In einem Verwirrungszustand und unfähig, den wahren Grund ihres Besuchs zu offenbaren, gerät Coline mit den sozialen Vorstellungen der Dorfbewohner aneinander und verursacht während einer wilden Nacht absolutes Chaos im Dorf. Ein paar Tage später verschwindet Coline spurlos wieder im Schnee und hinterlässt offene Fragen bei ihren Brüdern.
    Der Filmemacher Sébastien Betbeder inszeniert mit seinem neuen Film das Porträt einer unabhängigen Frau als Balanceakt zwischen absurder Komik und berührendem Drama.

  • Wohin der Wind uns trägt

    Wohin der Wind uns trägt

    Die furchtlose, quirlige Alyssa und der sensible Künstler Mehdi sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Beide fühlen sich in ihrem Leben am Stadtrand von Tunis eingeengt und teilen ihre Träume vom Aufbruch in ein neues Leben. Dann erfährt Alyssa von einem Künstlerwettbewerb in Djerba. Dieser verspricht dem Gewinner eine Karriere in Europa und sie nimmt den zurückhaltenden Mehdi mit auf einen wilden Trip quer durch Tunesien, bei dem sie unzählige Hindernisse überwinden müssen und der ihre Freundschaft auf die Probe stellt.
    Erfrischend und voller charmanter Details erzählt Regisseurin Amel Guellaty in ihrem Debüt von einer Generation zwischen Aufbruch und Ernüchterung, die sich nach dem Arabischen Frühling neu erfindet. Mit ihrem poetischen Roadmovie fügt sie sich in die Reihe starker weiblicher Stimmen des aufblühenden tunesischen Filmschaffens ein.

  • Holy Meat

    Holy Meat

    Pater Iversen aus Dänemark, auf eigenen Wunsch versetz nach Deutschland, hat eine Mission: die Rettung seiner neuen Pfarrgemeinde im schwäbischen Dörfchen Winteringen. Er hat auch schon eine Idee. Mit einer spektakulären Aufführung der Passionsgeschichte durch Laien aus dem Dorf will er den theaterbegeisterten Erzbischof vom Erhalt der Gemeinde überzeugen. Doch der von ihm engagierte Regisseur Roberto, der von der Berliner Theaterszene gecancelt wurde, und die unfreiwillig zurückgekehrte Metzgerin Mia durchkreuzen seine Pläne. Die Aufführung kommt zwar zustande, aber sieht total anders aus, als der Pfarrer sich das vorgestellt hatte …

    Eine Metzgerin auf Abwegen, unerwiderte Liebe und eine schrill-blasphemische Theateraufführung bringen ein schwäbisches Dörfchen ins Schwitzen. Alison Kuhns absurde Komödie war einer der meistdiskutierten Filme beim Filmfest München.

  • Sechswochenamt

    Sechswochenamt

    2020: Während die Welt sich als Folge der COVID-Pandemie abschottet, muss Lore einen schmerzhaften Verlust bewältigen: Ihre Mutter ist gestorben. Zurück in der Kleinstadt Erkelenz in NRW, kämpft sie gegen festgefahrene Familienstrukturen und eine lähmende Bürokratie bei der Organisation der Beerdigung. Vor allem muss sie einen Weg finden, den Tod zu verarbeiten und sich von ihrer Mutter zu verabschieden.

    In Jaqueline Jansens eindringlichem Spielfilmdebüt ist der Tod eines geliebten Menschen nicht das Ende, sondern der Ausgangspunkt. Der Film erzählt von einer sich einsam und überfordert fühlenden jungen Frau, die dennoch funktionieren muss. Ein rheinisches Drama voller emotionaler Härte und leiser Komik, das beim Filmfest München mit dem „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ sowie für die herausragende Darstellung von Magdalena Laubisch ausgezeichnet wurde.

  • Sparschwein

    Sparschwein

    Filmemacher Christoph Schwarz ist pleite. Da kommt das Angebot eines Fernsehsenders gerade recht, ein Jahr lang einen „Geldstreik“ im Selbstversuch zu verfilmen: als kapitalismuskritischer Einstieg in den Klimaaktivismus – und als einmalige Gelegenheit, um sich vom Filmhonorar heimlich das langersehnte Eigenheim zu kaufen.
    Schwarz rettet Lebensmittel aus der Tonne, baut am Kreisverkehr Kartoffeln und in einem Cabrio Kräuter an, veranstaltet Fahrraddemos und blockiert Autobahnbaustellen. Das Problem, mit einem Film über einen Geldstreik selbst Geld verdient zu haben, wird er allerdings nicht so leicht los.

    Ein selbstironisches, humorvoll erzähltes „Mockumentary“ in Zeiten der Klimakrise, über die Privilegien des Autoverkehrs in der Stadt und die Möglichkeiten, dagegen anzukämpfen – und über den spielerischen Umgang mit Wahrheit und Lüge.

  • Bubbles: Wir waren doch Freunde

    Bubbles: Wir waren doch Freunde

    Ein Wochenende im Ferienhaus seiner Familie am Wattenmeer wird für Fiete zur emotionalen Zerreißprobe: Mit seiner Freundin Amiri trifft er auf seinen ehemals besten Freund Luca, den er seit zehn Jahren nicht gesehen hat und der mittlerweile in einer ganz anderen „Bubble“ lebt. Dieser konfrontiert ihn mit einer Schuld aus der Vergangenheit, die Fiete lieber verborgen hätte und die für beide noch nicht aufgearbeitet ist. Schlagartig verändert sich die Dynamik zwischen den Dreien. Dann trifft auch noch Lucas Freundin Katja ein. Plötzlich steht nicht nur die alte Freundschaft, sondern auch die Beziehung von Fiete und Amiri auf dem Spiel.
    Bubbles ist dichtes, fantastisch gespieltes Indie-Kino aus Deutschland. Ein packendes Drama um Freundschaft, Beziehung, alte Wunden und persönliche Abgründe.

  • Sehnsucht in Sangerhausen

    Sehnsucht in Sangerhausen

    Ursula, Kellnerin aus Sangerhausen in Sachsen-Anhalt, und Neda, iranischstämmige YouTuberin, teilen das Gefühl, in ihrem Leben festzustecken. Die eine hat ein gebrochenes Herz, die andere einen gebrochenen Arm – beide sind einsam, beide auf der Suche nach etwas, das fehlt. Zufällig kreuzen sich ihre Wege in Sangerhausen. Was mit einer flüchtigen Bekanntschaft beginnt, wird zur gemeinsamen Spurensuche, in der sie es mit den Geistern der Vergangenheit aufnehmen.

    In seinem »romantischen Abenteuerfilm« bringt Julian Radlmaier pointierte ostdeutsche Gegenwartsbeschreibung, nationale Mythen und ein wunderbar eigensinniges Figurenensemble zu einer Art Komödie zusammen, die die Utopie einer solidarischen Gesellschaft entwirft.

    „Skurril, charmant und voller Empathie“ (Blickpunkt Film).

  • Ich sterbe. Kommst Du?

    Ich sterbe. Kommst Du?

    Die alleinerziehende Nadine hat nicht mehr viel Zeit. Ihre Krebserkrankung ist unheilbar. Widerwillig bezieht sie ein Zimmer in einem Hospiz, tut sich aber schwer, sich in den dortigen Betrieb einzufinden. Doch nach und nach kommt sie mit den Mitbewohner*innen in Kontakt und lernt, ihre Wut auf die Welt loszulassen, sich von ihrem kleinen Sohn zu verabschieden und mit ihrem kurzen Leben Frieden zu schließen. Sie findet eine Freundin in Marion, einer lebenslustigen Frau, die sich vom nahen Tod nicht unterkriegen lassen will.
    Ich sterbe. Kommst du? wagt einen ungewöhnlichen Blick auf das Sterben, erzählt von den Herausforderungen letzter Lebenstage, vom Abschiednehmen, der Angst vor dem Tod, aber auch vom Humor, den das Leben bis zum Schluss behält. Herausragend Hauptdarstellerin Jennifer Sabel. Auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2025 gewann Ich sterbe, kommst Du? den Publikumspreis für den besten Spielfilm.